Crossmedia-Übung Sommersemster 2009, Uni Bamberg

Sieben Hügel zum Verweilen

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Der Rosengarten hinter der Neuen Residenz

Die Bamberger Bergstadt ist ein Labyrinth aus kleinen Gässchen und verwinkelten Straßen mit Kopfsteinpflaster. Wer sich einmal nach oben gewagt hat, sollte sich besser den Weg merken, den er gekommen ist. Je höher man hinauf kommt, umso schmaler und unübersichtlicher werden die Gassen. Das herrliche Panorama über die Stadt entlohnt diejenigen, die sich mühselig nach oben geschleppt oder gestrampelt haben.

Jeder Studienanfänger sollte den Stephansberg kennen – hoch oben thront einer der schönsten Bierkeller der Stadt, der einen wunderbaren Ausblick über Bamberg bietet. Von hier aus überragen beispielsweise die Türme des Doms die Stadtkulisse.

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Bamberger Dom

Der Domberg ist der wohl bekannteste Hügel Bambergs unter Touristen. Der Ausflug zum Bamberger Dom gehört zum Pflichtprogramm, wenn die Eltern zu Besuch in die Stadt kommen. Der Bau aus dem Jahr 1215 ist heute Bischofssitz und das Zentrum der Erzdiözese. Zum Dom gesellen sich weitere Berühmtheiten Bambergs wie die Alte Hofhaltung und die neue Residenz. Im Barockgarten hinter der Neuen Residenz erwartet die Besucher im Sommer ein beeindruckendes Geruchserlebnis – hier versteckt sich der Rosengarten, ein beliebtes Touristenziel. Vom Domberg aus sind die anderen sechs Bamberger Hügel fast alle in kurzer Zeit zu erreichen.

Im Rosengarten kann man über die Dächer der Stadt sehen, zur Linken erhebt sich der Michaelsberg, auch genannt Michelsberg, mit dem gleichnamigen ehemaligen Benediktinerkloster mit Kirche. Dort oben lässt es sich an einem sonnigen Tag draußen auf der Terrasse der ansässigen Gaststätte bei einem Kaffee aushalten, aus der Ferne dringen dumpf die Geräusche der Stadt hinauf.

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Blick vom Michelsberg hin zur Altenburg

Der Weg vom Dom zum Michaelsberg führt über den Jakobsberg. Dort steht die in romanischem Baustil errichtete Jakobskirche. Sie ist die im Kern älteste noch erhaltene Kirche Bambergs und liegt nur wenige Meter oberhalb des Dombergs.

Der Abtsberg erhielt seinen Namen, da er einst dem Abt des Klosters Michelsberg gehörte. Er ist als einziger der sieben Hügel ohne Kirche. Der Abtsberg ist schwer zu finden, da er sich, quasi im Schatten des höheren Michelsberg liegend, oberhalb zwischen Schweinfurter Straße und oberer Sandstraße befindet. Der Abtsberg bietet vor allem während der Apfelblüte einen unvergesslichen Blick über das Ottobrunnen-Tal mit seinen Streuobstwiesen.

Auf dem Kaulberg, der sich vom Pfahlplätzchen bis zum Laurenziusplatz erstreckt, befinden sich die Pfarrkirche, die im volkstümlichen Sprachgebrauch auch als „Obere Pfarre“ bezeichnet wird, und die Karmelitenkirche. Der Kaulberg liegt mitten in der Altstadt Bambergs, bei einem Ausflug zu einem der Bierkeller oder einer der zahlreichen Kneipen kommt man zwangsläufig an ihm vorbei. Auch auf dem Weg hinauf zur Altenburg passieren Wanderer den Kaulberg.

Richtet man vom Stadtzentrum aus den Blick auf die höchste sichtbare Stelle der Stadt, ist der Altenburger Berg zu sehen. Auf dem Berg hoch über Bamberg thront die mittelalterliche Altenburg. Ihre erste geschichtliche Erwähnung ist auf das Jahr 1109 datiert. Auf einer Wanderung ist die Altenburg in knapp einer Stunde ab Ortszentrum zu erreichen. Auf der Strecke schlängeln sich schmale, von Bäumen gesäumte Straßen nach oben, vorbei an ruhigen Wohnvierteln und weiten Blumenwiesen, bevor der relativ steile Pfad auf den Berg beginnt. Gen Osten bietet sich vom 33 Meter hohen Turm der Burg ein beeindruckender Blick auf die gesamte Stadt, an wolkenlosen Tagen eröffnet sich sogar die Sicht auf Kloster Banz und die Basilika Vierzehnheiligen. Innerhalb der Burgmauern befindet sich eine Gaststätte, die mit einem Biergarten im Sommer viele Ausflugsgäste anzieht.

Blick von der Altenburg, vom Rosengarten des Dombergs und vom Michelsberg

(Musik: Revolution Void – Ventus Solaris)

Anja Bartsch

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